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[ PROJEKT ]

GREEN HARBOUR

BAUHERR
DKB Service GmbH Tochter der DKB AG
STANDORT
Berlin, Deutschland
JAHR
2021
[ ÜBERBLICK ]

Green Harbour redefines the relationship between city, water and landscape by transforming the Nordhafen basin into a productive, ecological infrastructure. Conceived as a floating landscape, the project brings together biodiversity, recreation, environmental education and public life in a modular system – next to the future DKB Campus and in the vicinity of the parks of Peter Joseph Lenné.

Instead of a single object, a living system of floating platforms emerges. Water becomes medium and ordering principle. Filter basins, floating wetlands and aquaponic modules, together with swimming areas and event platforms, create a new public place. Developed with JUCA Landschaftsarchitektur, the project proposes a model for the regeneration of waterfronts.

DKB GREEN HARBOUR

Der Green Harbour definiert das Verhältnis zwischen Stadt, Wasser und Landschaft neu, indem das Nordhafen-Becken in eine produktive, ökologische Infrastruktur transformiert wird.

Als schwimmende Landschaft konzipiert, vereint das Projekt Biodiversität, Erholung, Umweltbildung, Nahrungsmittelproduktion und öffentliches Leben in einem flexiblen, modularen System, das sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln kann.

Das Projekt liegt direkt neben dem zukünftigen DKB Campus und in einem städtebaulich bedeutenden Kontext. Es knüpft an die Kulturgeschichte der Berliner Wasserfront an und steht in unmittelbarer Nähe zu den historischen Parkanlagen von Peter Joseph Lenné, einem der einflussreichsten Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts. Dieser besondere Kontext prägt den Anspruch des Projekts, die Tradition der Verbindung von Natur, öffentlichem Raum und städtischer Infrastruktur in eine zeitgenössische Form zu überführen.

Anstelle eines einzelnen architektonischen Objekts schlägt Green Harbour ein lebendiges System vor. Eine Reihe miteinander verbundener schwimmender Plattformen bildet ein widerstandsfähiges Ökosystem, in dem natürliche Prozesse und menschliche Nutzungen koexistieren. Wasser wird dabei sowohl zum physischen Medium als auch zum gestalterischen Ordnungsprinzip des Projekts und trägt ein Netzwerk aus ökologischen, produktiven und Freizeit-orientierten Bereichen.

Das Konzept gliedert sich in verschiedene spezialisierte Module, die eigenständig funktionieren, aber gleichzeitig zum Gesamtsystem beitragen. Ökologische Filterbecken mit Pflanzen verbessern die Wasserqualität und schaffen Lebensräume für Flora und Fauna. Schwimmende Feuchtgebiet in Form von Wäldern rekonstruieren charakteristische Auenlandschaften der Region Brandenburg und bringen Schatten, Biodiversität und jahreszeitliche Veränderungen in den Hafen. Produktive Gartenmodule integrieren Aquaponik-Systeme, die Fischzucht und hydroponischen Pflanzenanbau über geschlossene Nährstoffkreisläufe miteinander verbinden. Diese Flächen dienen gleichzeitig als urbane Landwirtschaft, Bildungsinfrastruktur und experimentelle Plattformen für zukünftige Modelle der Lebensmittelproduktion in dicht besiedelten, städtischen Räumen.

Ergänzt werden diese ökologischen Systeme durch ein vielfältiges öffentliches Programm mit Schwimm Bereichen, Kneipp-Anlagen, Freizeitflächen, kulturellen Angeboten, Gärten und flexiblen Veranstaltungsplattformen. Das Projekt verwandelt den Hafen in einen neuen öffentlichen Ort, an dem Umweltbewusstsein, Erholung und soziale Interaktion zum selbstverständlichen Teil des städtischen Alltags werden.

Dank seines modularen Aufbaus kann sich die Landschaft an veränderte Anforderungen, jahreszeitliche Bedingungen und zukünftige Entwicklungen anpassen. Einzelne Elemente können hinzugefügt, entfernt oder neu konfiguriert werden, ohne die Integrität des gesamten ökologischen Netzwerks zu beeinträchtigen. Diese Anpassungsfähigkeit macht Green Harbour nicht nur zu einem Entwurf, sondern zu einem langfristigen Rahmen für die städtebauliche Transformation.

Durch die Verbindung von Landschaftsarchitektur (konzipiert mit JUCA Landschaftsarchitektur), ökologischer Ingenieurskunst und öffentlicher Raumgestaltung entwickelt Green Harbour ein neues Modell für die Regeneration von Wasserfronten. Das Projekt zeigt, wie schwimmende Infrastrukturen zur ökologischen Aufwertung beitragen, brachliegende städtische Gewässer aktivieren und eine sinnvolle Verbindung zwischen Menschen und natürlichen Systemen schaffen können.

Architekten: Wilk-Salinas Architekten

Landschaftsarchitektur: JUCA Landschaft und Architektur

Tragwerksplanung: HHW GmbH – Gesellschaft Beratender Ingenieure

Gebäudetechnik: IGTECH GmbH Innovative Gebäudetechnik

Klima- und Nachhaltigkeitsplanung: Transsolar Energietechnik GmbH

Projektteam: Maria Ganter, Miguel Ortega und Gizem Ulusoy

 

Bildnachweis

Visualisierungen 01–03: Wilk-Salinas Architekten

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