ALSTERPOOL
An den Ufern der Außenalster gelegen, gegenüber dem Schwanenwikpark, schafft der Alsterpool eine neue Beziehung zwischen urbaner Landschaft, öffentlichem Raum und Erholung.
Das Projekt nimmt Bezug auf die historischen Flussbäder, die einst im Fluss existierten, und nutzt die außergewöhnliche Lage des Geländes mit Panoramablick über das Wasser auf die Hamburger Skyline. Es wird eine öffentliche Anlage am Wasser geschaffen, die sich nahtlos in die natürliche Umgebung einfügt und gleichzeitig die optische Kontinuität zwischen Park und Wasser bewahrt.
Die von Wilk-Salinas Architekten und Susanne Lorenz konzipierte Intervention ist als leichte, horizontale Struktur geplant, die die Geometrie der Uferlinie aufgreift und das Erleben der Landschaft verstärkt. Durch die Anordnung der technischen Funktionen der Versorgung und Gastronomie in einem kompakten Gebäude, wird der Fußabdruck und der Eingriff in die bestehenden Grünflächen minimiert.
Das Projekt umfasst eine auf Pfählen gegründete Plattform, ein lineares Schwimmbecken von fast 100 m Länge und ein Betriebsgebäude mit öffentlichen Einrichtungen und Schwimmbadtechnik. Drei gekoppelte, sandgefüllte Schwimmkörper, die auf Pfählen gegründet sind, verleihen dem Becken den Eindruck, auf dem Wasser zu schweben. Die unmittelbare Verbindung zur Alster schafft ein einzigartiges Badeerlebnis im Herzen der Stadt.
Das Betriebsgebäude gliedert sich in einen der Publikums Seite zugewandten Gastronomie- bzw. Kiosk Bereich, Sanitäranlagen und Umkleiden, den Schwimmbadtechnik Bereich sowie einen zur Wasserseite nötigen Lagerraum. Konstruktiv als Leichtbau konzipiert, erhält es ein durchgehendes Flachdach mit allseitigem Dachüberstand. Eine über die gesamte Höhe durchlaufende Bekleidung aus horizontalen, auf Abstand montierten Holzlamellen, verleiht dem Gebäude seine architektonische Identität im Einklang mit dem offenen und natürlichen Charakter des Projekts.
Der Alsterpool ist mehr als eine Sportanlage, es ist ein neuer öffentlicher Ort auf dem Wasser, ein Ort des Verweilens, der Begegnung und der Kontemplation, der die Nutzung des Ufers erweitert und die Beziehung zwischen der Stadt und ihrer aquatischen Landschaft stärkt.